Degrowth - Was steckt hinter der Idee?

Was steckt hinter der Idee?

Lecture Referentin: Dr. Barbara Muraca ist Professorin am Institut für Geschichte, Philosophie und Religion der Oregon State University und Ko-Direktorin der International Association for Environmental Philosophy. Aktuell Sie beschäftigt sie sich mit der Rolle konkreter Utopien und sozialen Experimenten für eine sozial-ökologische Transformation. 

Inhalt: Wirtschaftliches Wachstum bildet die Basis der heutigen Gesellschaft. Die Ausbeutung von Ressourcen (Öl, Kohle) bilden die natürlichen Grenzen des Wachstums. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Grenzen in manchen Regionen der Welt verschoben werden, auf Kosten derer, die die Überstrapazierung der Ökosysteme als erste schmerzhaft spüren. So treffen beispielsweise die Auswirkungen des Klimawandels besonders jene Menschen am stärksten, die in Armut leben und am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben. Die Frage der Klimagerechtigkeit ist deshalb eng mit der Degrowth-Idee verbunden. Sie beinhaltet: a) Die Forderung nach einer Reduzierung der gesamtwirtschaftlichen Leistung – eine Reduzierung der Energie- und Rohstoffnutzung b) Kritik an der Idee der Wachstumslogik, die gekoppelt ist mit dem westlichen Entwicklungsmodels.

Die Gesellschaft soll sich mit dem Ziel weiterentwickeln, ihre Abhängigkeit von Beschleunigung und Wachstum zu lösen. 

Die Lecture wurde aufgenommen auf der Degrowth Sommerschule 2015 

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