Klaus Töpfer: Klimapolitik ist Friedenspolitik

"Klimapolitik ist Friedenspolitik. Ausblick auf die COP 21 Paris"
Vortrag von: Klaus Töpfer (Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam)
Leuphana Konferenzwoche 2015: Klima. Wandel. Gerechtigkeit.
Ort: Lüneburg, 24.-26. Februar 2015

Wie lässt sich Klimapolitik auf internationaler Ebene gerecht gestalten? Diese Frage begleitet den Politiker Klaus Töpfer schon lange. Von 1987 bis 1994 war er Bundesumweltminister und von 1998 bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). In seinem Vortrag berichtet er von seinen Erfahrungen in der Klimapolitik und schlägt Lösungsansätze auf nationaler und internationaler Ebene vor.

 

Der westliche Wohlstand basiert auf der Nutzung natürlicher Ressourcen zur Gewinnung von Energie. Die hierdurch entstandenen Klimakosten müssen jedoch alle Menschen und Staaten der Erde tragen. Die Abwälzung dieser Kosten auf die Länder des globalen Südens haben Gerechtigkeits-, Verteilungs- und Umweltproblenme geschaffen, die in Zukunft zu Konflikten führen werden. Erfolgreiche Klimapolitik ist deshalb für Klaus Töpfer Friedenspolitik.

 

Er sieht die großen Industrienationen wie Deutschland in der Verantwortung, Entwicklungsperspektiven in den sich entwickelnden Ländern zu schaffen um Konflikten vorzubeugen. Die Entwicklung und der Aufbau neuer Technologien zur Gewinnung von Energie sind für ihn der Schlüssel hierzu. Gleichzeitig sollten die Industrienationen durch Verhaltensänderungen „Zuhause“, d.h. etwa durch die Abkehr von fossilen Energieträgern, die notwendige Glaubwürdigkeit herstellen, um Schwellen- und Entwicklungsländer von alternativen Entwicklungspfaden zu überzeugen.


Mehr Infos:
http://www.leuphana.de/konferenzwoche.html
http://www.iass-potsdam.de

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Produziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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