Mit Grundeinkommen und Umweltsteuern in die Postwachstumsökonomie?

Gespräch mit:
Christine Ax (Autorin der Könnensgesellschaft), Najib Karim (Bundesvorsitzender der Neuen Liberalen), Damian Ludewig (Forum Sozialökologische Marktwirtschaft) und Michael Müller (Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands)

Moderation: Anna Saave

Leuphana Konferenzwoche 2015: Klima. Wandel. Gerechtigkeit.
Ort: Lüneburg, 24.-26. Februar 2015

Grundeinkommen, Umweltsteuern, Postwachstumsökonomie. Hinter diesen Begriffen stehen unterschiedliche Konzepte, die eines gemeinsam haben: Sie versuchen Alternativen auf die ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Im Rahmen der Diskussion werden die einzelnen Konzepte vorgestellt und diskutiert, wo sie sich ergänzen und in welchen Bereichen sie gemeinsam gedacht werden müssten.

Die Attraktivität von Umweltsteuern liegt darin, dass sie Anreize für ökologisches Verhalten auf der Seite von Unternehmen und Privatpersonen stärken würden. Ganz ohne Verbote. Damit würde der Misstand beseitigt, dass, wer sich schon heute ökologisch verhält, dafür finanziell bestraft wird. Denn was aus ökologischer Perspektive sinnvoll ist, ist in der Regel teurer. Zum Beispiel eine Bahnreise im Vergleich zur Flugreise.

Unser Wirtschaftssystem ist längst an planetarische Grenzen geraten und hat sie zum Teil bereits überschritten. Wirtschaftswachstum ist unter diesen Bedingungen kein Ausweg mehr aus sozialen Ungerechtigkeiten. Mit der Frage, wie eine Gesellschaft gestaltet werden muss, deren Wirtschaft nicht mehr wächst, beschäftigt sich das Konzept der Postwachstumsgesellschaft. In der Postwachstumsgesellschaft würde unweigerlich weniger produziert und konsumiert. Als Folge daraus würde in den klassischen Produktionssektoren weniger gearbeitet.

Wie nun Arbeit anders verteilt und welche Arbeit überhaupt als sinnvoll erachtet wird, dazu versuchen die Vordenker des Grundeinkommens Lösungen zu entwickeln. Das Grundeinkommen würde die Freiheit des Einzelnen stärken, sich für eine Arbeit zu entscheiden, die er oder sie als sinnvoll erachtet.


Mehr Infos:
http://www.leuphana.de/konferenzwoche.html
http://www.foes.de/

 

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